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22.06.2022

Augen und Ohren offen halten

Aktuelle Branchenthemen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Elektro-Innung Tübingen im Mai in Kusterdingen-Mähringen.

Bild: FV EIT BW

Im Rahmen seiner Begrüßung brachte Obermeister Herbert Biesinger seine Freude zum Ausdruck, die Innungsversammlung wieder in Präsenz durchführen zu können. In seinem Rückblick informierte er über die Beteiligung der Innung am Berufsinformationstag „BIT“ in Tübingen. Des Weiteren verwies er auf die neuen Aktivitäten der Innung im Bereich Social Media.

Ausführlicher ging Biesinger auf einen Termin bei der Stadt Tübingen, mit Oberbürgermeister Boris Palmer, ein. Anlass war der Beschluss des Gemeinderats in Tübingen die Klimaneutralität bis 2030 umzusetzen. Dafür soll der Ausbau von Ökostrom, insbesondere auch durch Photovoltaik, deutlich gesteigert werden. Hinsichtlich der Umsetzung hatte die Tübinger Stadtverwaltung den Stadtwerken eine tragende Rolle zugedacht. Hier galt es zu intervenieren und man stellte klar, dass für die Umsetzung primär das ortsansässige Handwerk und nicht ein personell aufgerüstetes Stadtwerk zuständig ist. Mit Blick auf die aktuelle Dynamik in der Energie- und auch Mobilitätswende mahnte Biesinger an, Augen und Ohren offen zu halten.

Zum Ende seiner Ausführungen bedankte er sich bei Fachverband und Kreishandwerkerschaft für die sehr gute Unterstützung während der akuten Coronaphase. Er betonte des Weiteren die Vorteile der Innungsgemeinschaft und der gelebten Kollegialität.

Nach einer kompakten Übersicht über die Leistungen der Kreishandwerkerschaft für die Mitgliedsbetriebe, nahm sich KH-Geschäftsführer Gerold Imhof der satzungsgemäßen Regularien an. Nach Bericht des Rechnungsprüfers erfolgte die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung ebenso einstimmig wie die Verabschiedung des neuen Haushaltsplans.

FV-Geschäftsführer Andreas Hausch ging zu Beginn seiner Ausführungen auf die aktuellen Branchenkonjunkturdaten und die Ausbildungssituation ein. In der Folge wurden aktuelle rechtliche Themen diskutiert. Ein Schwerpunkt bildeten dabei die aktuellen Materialpreiserhöhungen sowie die Lieferengpässe im Elektrohandwerk. Ein intensiver Austausch wurde zum neuen Klimaschutzgesetz mit PV-Pflicht geführt. Deutlich wurde, dass die E-Handwerksunternehmen PV zukünftig als Bestandteil der Elektroinstallation anbieten und ausführen müssen. Der Versammlung wurde dabei empfohlen, bei der betrieblichen Ausrichtung für die Ausführung von PV-Projekten auch Kooperationen mit dem Dachdecker- oder Zimmerergewerk in Erwägung zu ziehen.

Peter Kurr, stellvertretender Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Reutlingen-Tübingen, nahm das Thema Kooperationen auf und erklärte, dass das Trendthema Elektromobilität darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit der beiden Gewerke Elektro und Kfz notwendig macht. So spielt doch das Thema Laden von E-Fahrzeugen bereits bei der Kaufanbahnung eine zentrale Rolle. Im sich anschließenden Austausch wurde deutlich, dass auch bei der Elektromobilität die Wahrheit im Detail steckt. Den zahlreich anwesenden Mitgliedsbetrieben wurde empfohlen die Zusammenarbeit vor Ort zu prüfen und das E-Campus BW®-Weiterbildungsangebot zu nutzen. Zur Kooperation E-Handwerk/Kfz-Gewerbe wurde auf der FV-Internetseite eine neue Rubrik Mobilität eingerichtet. Informationen, Leitfäden, Flyer stehen zum Abruf bereit.

Nach einer kurzen Vorstellung des BEWO Elektrogroßhandelsunternehmens lud Obermeister Biesinger in seinem Ausblick zur Ausfahrt nach Dresden im Herbst zusammen mit den Reutlinger Innungskolleginnen und -kollegen, der eltefa im März 2023 und zum Unternehmerforum des Fachverbandes am 15. Oktober dieses Jahres ein. Dem offiziellen Teil schloss sich ein kollegialer Austausch bei einem gemeinsamen Abendessen an.

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